Was kann jemand über den D-Day sagen, der ihn nicht erlebt hat? Ich war nicht geboren, aber dieser Tag hat die Geschichte Deutschlands und Europas in eine andere Richtung gelenkt. Hitler hatte Europa im Zuge seiner Besetzungen in eine „Festung“ verwandelt. Noch heute zeugen Betonbunker entlang der Küsten aber auch in Nettetal von den massiven Befestigungsanlagen, mit denen das Dritte Reich zementiert werden sollte. Der sogenannte D-Day stellt den Wendepunkt dar. Unter massiven Verlusten gingen die Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie an Land. Der Anfang vom Ende eines schrecklichen Krieges, der Millionen Menschen das Leben gekostet hat – für die Befreiung Europas. Und das ist es, was wir niemals vergessen dürfen. Der Frieden und die Freiheit, die wir heute wie selbstverständlich hinnehmen, hat viele Opfer gefordert. Fast jeder Friedhof und viele Denkmäler in der Umgebung zeugen davon. Umso glücklicher können wir uns heute schätzen, dass in der Folge aus erbitterten Feinden Freunde geworden sind. Das Friedensprojekt Europa entstand. So ist der der D-Day heute einerseits Mahnung gegen das Vergessen der unzähligen Toten und Verpflichtung für Frieden und Freiheit, damit ihr Tod nicht vergebens war.