Wenn meine Töchter mich fragen, wofür man Grenzen braucht, fällt es mir schwer dies zu beantworten. Zwar gab es noch Schlagbäume, Grenzkontrollen und Gulden, wenn ich als Kind mit meiner Familie mal zum Einkaufen in die Niederlande gefahren bin.

Heute muss man in Nettetal aber schon sehr genau hinsehen, um die Spuren zu finden. Die Grenzstationen am Schwanenhaus oder der Steyler Straße zeugen davon. Der Bahnhof in Kaldenkirchen war mal einer der größten Grenzbahnhöfe in Deutschland. Alles Geschichte, denn zum Glück erfahren wir Europa seit dem Abkommen von Schengen noch deutlicher.

Austausch mit unseren niederländischen Nachbarn findet auf allen Ebenen statt: Kultur, Wirtschaft, Schule und Vereine. Radwanderkarten machen keine Unterschiede mehr und Menschen begegnen sich in unserer Region ohne Vorbehalte. Das ist wunderbar. Ich freue mich, dass ich im Heute leben darf und werde mich immer für eine gute Zusammenarbeit mit unseren niederländischen Nachbarn einsetzen. Dazu gehört auch, den Kontakt zu unseren Partnerstädten in Caudebec-en-Caux, Elk und Fenland zu pflegen, damit Europa durch uns alle lebt.